Arbeitsbedingungen für Landwirte

bei Arbeiten auf dem Feld sind sie der Witterung ausgesetzt. Da Höfe oft außerhalb von Ortschaften liegen, müssen eventuell längere Wege in Kauf genommen werden. Unfallgefahr besteht beim Umgang mit Maschinen und zum Beispiel beim Befahren schwieriger Geländeformationen

Landwirte haben immer Zeitdruck bei der Ernte

Besonders im Stall werden sie mit tierischen Gerüchen und Ausscheidungen konfrontiert 

bei Arbeiten auf dem Feld sind sie der Witterung ausgesetzt. Da Höfe oft außerhalb von Ortschaften liegen, müssen eventuell längere Wege in Kauf genommen werden. Unfallgefahr besteht beim Umgang mit Maschinen und zum Beispiel beim Befahren schwieriger Geländeformationen. Zeitweise arbeiten sie in Zwangshaltungen wie Bücken, Knien und Hocken. Ihr Arbeitsergebnis hängt nicht nur von der eigenen Arbeitsleistung, sondern auch vom Wetter ab.

Anforderungen - aus der Sicht der Beschäftigten
Körperliche Aspekte

  • Überwiegend mittelschwere, zeitweise schwere körperliche Arbeit, meist im Wechsel von Gehen, Stehen und Sitzen, zeitweise in Zwangshaltungen wie Bücken, Knien, Hocken; z.T. längeres und erschwertes Sitzen
  • (Fahren von Schleppern und Maschinen)
  • Arbeit im Freien unter Witterungseinfluss und in Betriebsräumen
  • Zeitweise Klettern und Steigen auf Leitern und Gerüsten
  • Zeitweise Schmutzarbeit
  • Hautkontakt mit Düngemitteln, Pflanzenschutzmitteln und Schmierstoffen
  • Einfluss von Staub, z.T. auch Chemikalien-Sprühnebel, Vibrationen (Traktorfahren) und Lärm (Maschinen)
  • Vorwiegend Alleinverantwortliche Einzelarbeit, teilweise Arbeit in der Gruppe
  • Unfall- und Gesundheitsgefahren durch Umgang mit Maschinen und Chemikalien
  • (bei Nichteinhaltung der Unfallverhütungsvorschriften)
  • Zum persönlichen Arbeitsschutz werden zeitweise getragen: Schutzbrille, Schutzmaske, Schutzhandschuhe, Gummistiefel, Gehörschutz
  • Ständige Einsatzbereitschaft
  • Arbeit unter Zeitdruck, überlange Arbeitstage
  • (Erntearbeitern)
  • Wochenendarbeit

Psychische Aspekte

  • Arbeit meist in überschaubaren landwirtschaftlichen Betrieben mit geringer Mitarbeiterzahl, oft reine Familienbetriebe mit praktischer Mitarbeit der Betriebsinhaber; häufig Gestellung von Kost und Logis, z.T. Familienanschluss
  • Handarbeit mit und ohne Werkzeug und Geräte, insbesondere auch Führen von Schleppern, Steuern und Bedienen von fahrbaren, am Schlepper angebauten oder angehängten Maschinen
  • Überwiegend selbständige Aufgabenerledigung nach mündlichen Anweisungen
  • Alleinarbeit und Arbeit in der Kleingruppe
  • Z.T. sehr früher Arbeitsbeginn, Verteilung der täglichen Arbeitszeit nach Jahreszeit und Betriebsstruktur unterschiedlich, häufig Wochenendarbeit, besonders in Betrieben mit Viehhaltung
  • In Zeiten von Arbeitsspitzen (Ernte) z.T. erheblicher Arbeitsdruck, Hektik, Überstunden
  • Wochenendarbeit, gelegentliche Nachtwachen erforderlich
  • (Tiergeburtshilfe, Tiererkrankungen)

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